Material, das schon verplant ist
Unter dem Strich reicht der Bestand, aber ein anderer Auftrag braucht ihn früher. Das fällt erst auf, wenn die Montage wegen Fehlteilen steht.
Ein KI-Agent prüft nach jedem neuen Auftrag Lagerbestand und Stückliste über alle Ebenen, bis zum Rohmaterial. Er bereitet Reservierungen, Fertigungsaufträge, Abrufe und Bestellungen vor und erkennt, wo ein Auftrag einem anderen das Material wegnimmt.
Reserviert, angelegt und bestellt wird erst, wenn ein Mitarbeiter freigibt.
Lüftermodul LM 40400 Stückbis 11.12.2026
Wartet auf Ihre Freigabe
Ein Kunde bestellt 400 Stück einer Baugruppe, am Lager liegen 120. Die Disposition reserviert die 120 und legt für den Rest einen Fertigungsauftrag an. Dann beginnt die eigentliche Arbeit. Für jedes Teil der Stückliste öffnet sie die Lagerbewegungen und prüft Bestand, geplante Zugänge und geplante Abgänge. Bei Eigenfertigungsteilen und Unterbaugruppen geht es eine Ebene tiefer, bis zum Rohmaterial. Fehlt ein Zukaufteil, ruft sie es aus einer Rahmenbestellung ab, bestellt neu oder fragt beim Lieferanten, ob eine offene Bestellung früher kommen kann. Bei einer Baugruppe mit 50 Komponenten heißt das 50 Mal öffnen, lesen und rechnen. Ob das bei Ihnen Materialdisposition, Materialplanung oder Bedarfsplanung heißt: Mit jedem neuen Auftrag beginnt diese Rechnung von vorn.
Der Dispositionslauf im ERP nimmt davon nur einen Teil ab. Er rechnet aus Stückliste und Bestand, was fehlt. Prüfen muss weiter Ihr Team: Reicht der Bestand nur unter dem Strich oder auch zu jedem Termin davor? Ist der geplante Zugang vom Lieferanten bestätigt? Ist die vorgeschlagene Menge sinnvoll, oder sind es 180 Stück, wo sich das Rüsten der Maschine erst ab 1.000 lohnt?
Vieles davon steht in keinem System. Welche Lieferzeit mit welchem Kunden vereinbart ist, welcher Lieferant verlässlich bestätigt, welche Teile ein Kunde selbst beistellt und welcher Bestand nur scheinbar fehlt, weil die laufende Fertigung noch nicht gebucht ist, wissen oft nur ein oder zwei Disponenten. Sind sie im Urlaub oder krank, bleiben Aufträge liegen oder werden ohne diese Prüfung bestätigt.
Stückliste Lüftermodul LM 40
Hier 7 Teile. Bei 50 Komponenten 50 Mal.
LagerbewegungenAxiallüfter 24 V
| Datum | Vorgang | Menge | Bestand |
|---|---|---|---|
| 16.10. | Lagerbestand | 180 | |
| 20.11. | Abgang, anderer Auftrag | −150 | 30 |
| 30.11. | Bedarf, neuer Auftrag | −300 | −270 |
| 08.12. | Zugang, offene Bestellung | +500 | 230 |
Bestand zu jedem Termin selbst ausgerechnet
Wo es schnell gehen muss, entstehen Fehler, die erst in der Fertigung auffallen:
Unter dem Strich reicht der Bestand, aber ein anderer Auftrag braucht ihn früher. Das fällt erst auf, wenn die Montage wegen Fehlteilen steht.
Gefertigt oder bestellt wird genau die Fehlmenge. Die Produktionsplanung rundet später von Hand auf, oder für denselben Artikel wird zweimal gerüstet.
Ob der Lieferant eine offene Bestellung vorziehen kann, klärt eine E-Mail. Bleibt die Antwort aus, merkt es niemand, bis das Teil fehlt und der zugesagte Liefertermin nicht mehr hält.
Das Anlegen ist der kleinere Teil der Arbeit, der größere steckt im Prüfen über alle Ebenen der Stückliste. Der Agent übernimmt beides, nach den Regeln Ihrer Disposition.
Das erledigt der AgentDas entscheidet Ihr Team
Auftrag 261187 vom 16.10.2026, Kunde 10388
| Position | Artikel | Bezeichnung | Menge | Wunschtermin |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 400120 | Lüftermodul LM 40 | 400 | 11.12.2026 |
Baugruppe aus eigener Montage, Stückliste mit zwei Ebenen
Freier Bestand, Lüftermodul LM 40
Am Lager150
Bedarf Auftrag400
Fertigungsauftrag, Lüftermodul LM 40
Fehlmenge 280, Losgröße 100
280 Fehlmenge20 aufgerundet auf volle Lose
Termine
Bestandsverlauf, Axiallüfter 24 V
unter dem Strich: 230vom 30.11. bis 08.12.: fehlen 270
Beschaffung, nach Ihren Regeln
Blech DC01 1,5 mm: 500 kg aus der Rahmenbestellung
Mindestabruf 500 kg, Liefertermin 13.11.
Stecker 3-polig: 1.000 Stück beim Stammlieferanten
Mindestbestellmenge 1.000, Lieferzeit 10 Arbeitstage, Liefertermin 30.10.
An den Lieferanten der Axiallüfter
„Können Sie 300 Stück unserer offenen Bestellung über 500 Stück bis 27.11. liefern statt am 08.12.?“
Entwurf, geht erst nach Freigabe hinaus
Ihr ERP
Wartet auf die Freigabe Ihres Teams
120 Lüftermodule reserviert
3 Fertigungsaufträge angelegt: Lüftermodul, Gehäuse, Kabelsatz
Abruf über 500 kg Blech ausgelöst
Bestellung über 1.000 Stecker ausgelöst
Anfrage zu den Axiallüftern gesendet, aus Ihrem Postfach
Abrufe und Bestellungen schickt Ihr ERP wie gewohnt an die Lieferanten.
Nachfassen, Axiallüfter 24 V
Frühester Termin, den das Material zulässt
11.12.2026 für die Auftragsbestätigung
Ob die Fertigung ihn hält, entscheidet Ihre Produktionsplanung.
Liefertermin11.12. hält, von der Materialseite
Beispiel mit erfundenen Daten
Auftrag 261187 bei der Freigabe
| Teil | Vorschlag | Herleitung |
|---|---|---|
| Lüftermodul LM 40400 Stück, Wunschtermin 11.12.2026 | reservieren und fertigen | 150 Stück am Lager, davon 30 für einen anderen Auftrag reserviert. Reservierung über 120 Stück. Fertigungsauftrag über 300 Stück (Fehlmenge 280, aufgerundet auf die Losgröße 100), Fertigstellung 04.12.2026, Montage ab 30.11. |
| Gehäuse LM 40Eigenfertigung | fertigen | 40 Stück am Lager. Fertigungsauftrag über 300 Stück (Fehlmenge 260, Losgröße 50), Fertigstellung 27.11. |
| Blech DC01 1,5 mmRohmaterial | abrufen | Für die Gehäuse 240 kg ab 23.11. Am Lager 310 kg, davon gehen am 02.11. 200 kg an einen anderen Auftrag. Abruf über 500 kg aus der offenen Rahmenbestellung (Mindestabruf 500 kg), Liefertermin 13.11. |
| Kabelsatz LMUnterbaugruppe | fertigen | Kein Bestand. Fertigungsauftrag über 300 Stück, Fertigstellung 27.11. |
| Stecker 3-poligZukaufteil | bestellen | Für die Kabelsätze 300 Stück, am Lager 90, kein Zugang geplant. Neue Bestellung beim Stammlieferanten über 1.000 Stück (Mindestbestellmenge), Lieferzeit 10 Arbeitstage, Liefertermin 30.10. |
| Axiallüfter 24 VZukaufteil | Engpass | Unter dem Strich gedeckt, zwischendurch nicht. Am Lager 180 Stück, ein anderer Auftrag braucht am 20.11. 150 davon, und die offene Bestellung über 500 Stück kommt erst am 08.12. Vom 30.11. bis 08.12. fehlen 270 Stück. Entwurf einer E-Mail an den Lieferanten: 300 Stück der offenen Bestellung bis 27.11. vorziehen. |
| Litze und SchraubenZukaufteile | gedeckt | Litze 2.400 m am Lager für 180 m Bedarf, Schrauben 18.000 Stück für 1.200. |
| Liefertermin | Von der Materialseite hält der 11.12., wenn der Lieferant die Lüfter vorzieht. Kommen sie erst am 08.12., bestimmt Ihre Produktionsplanung den neuen Termin. |
Ob der Auftrag zum Wunschtermin bestätigt wird, während die Anfrage beim Lieferanten läuft, oder erst nach der Antwort, legt Ihre Regel fest. Im Einzelfall entscheidet Ihr Team bei der Freigabe.
Statt genau der Fehlmenge rundet der Agent nach Ihrer Regel auf: auf die Mindestbestellmenge des Lieferanten, den Mindestabruf aus der Rahmenbestellung, die Losgröße in der Fertigung oder volle Paletten. Fehlt der Wert im Artikelstamm, fragt er nach und merkt sich die Antwort.
Reicht der Bestand nur, weil ein späterer Zugang eingerechnet ist, prüft der Agent den Verlauf zu jedem Termin. Läuft ein Teil zwischendurch ins Minus, zeigt er, ab wann und welcher Auftrag betroffen ist.
Steht ein Teil im Minus, weil die Gutmenge einer laufenden Fertigung noch nicht gebucht ist, erkennt der Agent das und meldet keinen falschen Engpass.
Ein geplanter Zugang, den der Lieferant noch nicht bestätigt hat, gilt nach Ihrer Regel als unsicher. Der Agent markiert ihn und fasst beim Lieferanten nach, bevor ein Liefertermin darauf aufbaut.
Ist ein Zugang geplant, kommt aber zu spät, schreibt der Agent die Anfrage zum Vorziehen vor, mit Menge und spätestem Termin. Für Teile, die nach Ihrer Erfahrung nicht schneller kommen, etwa per Seefracht, schlägt er kein Vorziehen vor, sondern zeigt, wann das Teil frühestens da ist.
Standardteile bestellt der Agent zu den Konditionen aus Ihrem ERP. Fehlt ein Preis, ist der Lieferant neu oder handelt es sich um Spezialmaterial, geht die Bestellung an Ihren Einkauf.
Stellt der Kunde Teile selbst bei, bestellt der Agent sie nicht. Er prüft, ob die Beistellung angekündigt oder eingegangen ist, und bereitet sonst eine Erinnerung an den Kunden vor.
Gehen am selben Tag mehrere Bestellungen für denselben Artikel ein, bündelt der Agent den Bedarf in einem Fertigungsauftrag, statt für jede Bestellung einen eigenen anzulegen. So wird einmal gerüstet statt mehrmals.
Bestellt ein Kunde gleich für die nächsten sechs Monate, disponiert der Agent nach Ihrer Regel zunächst nur den Bedarf der nächsten Wochen. So liegen teure Zukaufteile nicht monatelang am Lager.
Will ein Kunde früher beliefert werden als vereinbart, prüft der Agent zuerst die Materialseite. Nur wenn alles am Lager ist oder per Abruf aus einer Rahmenbestellung kommt, fragt er Ihre Produktionsplanung nach dem frühesten Fertigungstermin. Muss neu bestellt werden, bleibt es bei der vereinbarten Lieferzeit.
Würde eine Fertigung oder Bestellung das versicherte Kreditlimit eines Kunden überschreiten, etwa weil die Mindestbestellmenge beim Material ein Vielfaches des Auftragswerts kostet, löst der Agent nichts aus und legt den Fall Ihrer Buchhaltung oder Geschäftsführung vor.
Rechenbeispiel
Disponiert Ihr Team täglich 8 Aufträge mit Baugruppen und braucht je Auftrag 30 Minuten, sind das 4 Stunden Sachbearbeitung pro Tag, also eine halbe Vollzeitstelle.
Der Agent reserviert keinen Bestand, legt keinen Fertigungsauftrag an und löst keinen Abruf und keine Bestellung aus, ohne dass ein Mitarbeiter freigegeben hat. E-Mails an Lieferanten und Kunden gehen ebenfalls erst nach Freigabe hinaus.
Die Verarbeitung läuft in Rechenzentren in der Europäischen Union nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), mit Auftragsverarbeitungsvertrag. Der Anbieter des Sprachmodells nutzt Ihre Daten nicht für eigenes Training.
Vorschlag mit Herleitung erstellt
Ihr Team
FreigebenReserviert, angelegt und bestellt über Ihr ERP
Bestand 180, Abgang 150 am 20.11., Bedarf 300 am 30.11., Zugang 500 am 08.12., und die Regel, die gegriffen hat, etwa
Mindestbestellmenge 1.000
Wir nehmen Ihre Disposition am Bildschirm auf, mit den Mitarbeitern, die heute disponieren, und an echten Aufträgen mit Fehlmengen. So werden auch die Regeln erfasst, die bisher nur im Kopf stehen, etwa Losgrößen, vereinbarte Lieferzeiten und verlässliche Lieferanten. Über das gesamte Projekt rechnen Sie mit etwa 2 bis 3 Arbeitstagen Ihres Teams.
Einführung und Testphase sind kostenlos. Schon in der Testphase prüft der Agent echte Aufträge, mit Ihrer Freigabe. Danach zahlen Sie eine monatliche Gebühr, individuell festgelegt und flexibel kündbar.
Einführung
Ihre Kosten0 €
Mehraufwand Ihres Teams2 bis 3 Tage
Testphase
Ihre Kosten0 €
Mehraufwand Ihres Teamskein Mehraufwand
Nutzen sichtbar, dann zahlen
Betrieb
Ihre Kostenmonatliche Gebühr, flexibel kündbar
Mehraufwand Ihres Teamskein Mehraufwand
Den nächsten Schritt gehen Sie, wenn der vorige läuft.
Der Agent prüft jeden Auftrag und meldet Fehlmengen und Engpässe.
Er bereitet Reservierungen, Fertigungsaufträge, Abrufe, Bestellungen und Anfragen zur Freigabe vor.
Er schlägt zusätzlich den Liefertermin vor, den das Material zulässt.
Der Agent arbeitet über die Schnittstelle Ihres bestehenden ERP-Systems. Sie brauchen kein neues ERP, kein zusätzliches Dispositionssystem und keine eigenen Entwickler. Ihre Dispositionsverfahren im ERP bleiben, wie sie sind, und Ihre Lieferanten erhalten Bestellungen und Abrufe wie bisher.
Die Regeln, die heute einzelne Disponenten kennen, sind nach der Einführung beim Agenten hinterlegt. Auch eine Vertretung kann dann freigeben, weil der Entwurf zeigt, woher jede Zahl stammt.
Wo Losgrößen, Mindestbestellmengen oder Lieferzeiten fehlen, fragt der Agent nach. Diese Fragen zeigen Ihnen, welche Stammdaten sich nachzupflegen lohnen.
Zum Teil. Der Dispositionslauf, auch MRP-Lauf genannt (Material Requirements Planning), rechnet aus Aufträgen, Stücklisten und Beständen, was wann fehlt, und erzeugt je nach System Bestellvorschläge. Prüfen und entscheiden muss danach weiter Ihr Team: ob ein Vorschlag zu Ihren Regeln passt, ob ein Teil zwischendurch fehlt und ob ein Lieferant vorziehen kann. Diese Arbeit übernimmt der Agent, mit den Zahlen aus Ihrem ERP.
Der Agent nutzt die Schnittstelle Ihres ERP-Systems. Ob sie alles bietet, was die Disposition braucht, etwa Stücklisten über alle Ebenen und Lagerbewegungen mit Datum lesen sowie Reservierungen, Fertigungsaufträge, Abrufe und Bestellungen anlegen, klären wir vor dem Start.
Nein. Fehlen Losgrößen, Mindestbestellmengen oder Lieferzeiten, fragt der Agent bei der ersten Disposition nach und merkt sich die Antwort. Wo eine Korrektur im Artikelstamm einfacher ist, sagen wir Ihnen das bei der Einführung.
Nein. Er bereitet Abrufe, Bestellungen und Anfragen vor. Hinaus gehen sie erst, wenn ein Mitarbeiter freigibt: Bestellungen und Abrufe wie bisher aus Ihrem ERP, Anfragen als E-Mail aus Ihrem Postfach.
Oft werden beide Begriffe gleich verwendet. Wo man sie trennt, meint Materialbedarfsplanung die Bedarfsermittlung: welches Material wird wann in welcher Menge gebraucht. Materialdisposition umfasst zusätzlich die Entscheidung, wie der Bedarf gedeckt wird, aus dem Lager, aus eigener Fertigung oder durch Bestellung, und das Auslösen. Im Alltag heißt beides oft einfach Disposition, Materialplanung oder Bedarfsplanung. Die Materialwirtschaft ist der Oberbegriff, zu dem neben der Disposition auch Einkauf und Lagerhaltung gehören.
Für die plangesteuerte Disposition, bei der der Bedarf aus Kundenaufträgen und Stücklisten entsteht. Teile, die Sie verbrauchsgesteuert über einen Meldebestand führen, etwa Normteile wie Schrauben, prüft er nur auf Deckung. Ihre Bestellregeln dafür bleiben, wie sie sind.
Dann stimmt auch der Vorschlag nicht, genau wie heute bei Ihrem Team. Der Agent rechnet mit den Beständen aus Ihrem ERP.
Wir zeigen Ihnen an einer Baugruppe mit Eigenfertigungsteilen und Zukaufteilen, wie aus einem neuen Auftrag ein freigabefertiger Vorschlag mit Reservierung, Fertigungsaufträgen, Abrufen und Bestellungen wird, und klären, was das für Ihre Disposition bedeutet.
Ihr Ansprechpartner